Einmal ganz abgesehen von der saiten-technischen Perfektion und der überzeugenden Symbiose aus Gesang und virtuosem Gitarrenspiel, besticht Bernard durch seine coole Darbietung von funky Blues und Blues Rock, ohne dabei effektheischend zu wirken. Als Sohn des bekannten Blues Gitarristen Luther Allison bekam er schon im zarten Alter von 10 Jahren eine ausführliche Einweisung in die Geheimnisse der schwarzen Musik. Es folgten weitere 10 Jahre Lehrzeit, unter anderem mit Koko Taylor und bei zahlreichen Sessions mit Musikern wie Johnny Winter und Steve Ray Vaughan. Daraus entwickelte Allison seinen ganz eigenen Sound, seine eigene rockig-funkige Interpretation des Blues, mit der er sich längst aus dem Schatten seines Vaters heraus katapultiert hat.
Als jüngstes von 9 Kindern wuchs Allison in Chicago auf, und genoss schon früh die viel umjubelten Auftritte, die er mit seinem Vater absolvieren durfte (unter anderem auch den fuliminanten Auftritt beim Chicago Blues Festival, 1989, zu hören auf dem Album „Let´s try“ von Luther Allison). 1989 zog Allison dann auch nach Paris um mit seinem Vater weitere Konzerte zu spielen. Es folgte eine 3 jährige Gitarren-Ausbildung bei Koko Taylors „Highflying Blues Machine“ und er durfte bei Willie Dixons „Blues Allstars“ mitspielen.
Bernard Allison versteht es, den Blues am Leben zu erhalten und ihn trotzdem wachsen zu lassen. Er hat einen einzigartigen Mix aus Traditionellem und Modernen Einflüssen. Außerdem ist er gesegnet mit der „soulfull voice“ seines Vaters und er scheint es schier geerbt zu haben, das Publikum regelrecht zu entzünden.
In den letzten Jahren tourt Allison fast ununterbrochen. Das Ziel: eine amerikanische Fangemeinde aufzubauen, die so groß ist wie seine europäische. Um sein Ziel zu erreichen zeigt er an allen Fronten überwältigendes Engagement. Mit seiner energiegeladenen Show tritt er in kleinen Clubs und bei großen Festivals auf und gelegentlich sogar als Vorband von Künstlern wie George Thorogood und Jonny Lang. Aber letztendlich ist es unwichtig, wo er die Bühne betritt und wie lange er spielt (seine eigenen Konzerte dauern in der Regel zweieinhalb Stunden). Seine Einstellung bleibt unverändert:
„Mir ist es egal, ob Michael Jackson oder die Rolling Stones nach mir auf der Bühne stehen. Wenn du Bernard Allison den Job gibst, dann kriegst du eine Bernard Allison-Show. Ich halte mich nicht zurück.“
Nun kam sein neues Album auf den Markt. "Chills and Thrills" heißt es und der Name ist Programm! Wenn es jemals ein Album für jeden Anlass gab, dann ist es dieses: Von gefühlvollen Balladen zum Entspannen an Regentagen bis hin zu durchdringenden Gitarrenkrachern zum Aufdrehen, wenn man spät nachts Auto fährt. Dieses Album hat alles.
Mit dem Release von "Chills and Thrills" und der dazugehörigen Tour gab es auch Veränderungen im Line-Up der Band. Zur ursprünglichen Besetzung, Allison (Gesang & Gitarre), Jassen Wilber (Bass), Rusty Hall (Keyboard) und Erick Ballard (Drums), gesellen sich nun Michael Goldschmidt (zweite Gitarre) und Jose James (Saxophon, Percussion, Gesang). Am Keyboard wurde Rusty Hall durch Bruce McCabe (Ex-Jonny Lang) abgelöst. Das erweiterte Line-Up der Band ist vor allem bei Live-Auftritten deutlich spürbar. Die gewachsene Bühnenpower zieht das Publikum unweigerlich in ihren Bann und lässt es nicht mehr los!!